Die Batzenhäusl-Sammlung

Alter Bauer (Franz von Defregger)Mädchenkopf (Franz von Defregger)Bergsteiger (Ernst Heinrich Platz))Kuhkopf (Anton Braith)Portrait Maria Trebo (Rudolf Oberstolz)Portrait Engelbert Trebo (Rudolf Oberstolz)Portrait Heinrich Noe: (Carl Amonn)Der Batzenhäuslwirt "Sepp" (Albin Egger Linz)Neapolitaner (Giulio Amodio)Der Postillon (Joseph Jungwirth)Mönch mit Weinglas (Eduard von Grützner)

Der infolge des Kriegsverlaufes auch auf die Stadt Bozen niederrasselnde Bombenhagel traf am 28. März 1944 auch unser Batzenhäusl schwer. Der Großteil der von den Künstlern gespendeten Bilder und Zeichungen war vorher durch Bevollmächtigte des Eigentümers nach Wien und München ausgelagert worden, doch verursachten die Bombardierungen auch dort große Bestandsverluste.


Verwahrlost stand das Batzenhäusl als Halbruine volle neun Jahre da, ehe der aus Scuol in Graubünden gebürtige und in Bozen lebende Gastwirt Joseph Waser am 20. März 1953 die verwaiste, altehrwürdige Gaststätte von Robert Eisenmeyer erwarb. Unter Anleitung des Denkmalamtes baute Waser das inzwischen Denkmal geschützte Objekt „mit großer Tatkraft und ebensolchem finanziellen Aufwand" (so die Zeitschrift „Der Schlern") in seiner ursprünglichen Gestalt rasch wieder auf, so dass im Herbst desselben Jahres das Batzenhäusl als „Zierde der Stadt an Talfer und Eisack" (so Gunther Langes 1953 in den „Dolomiten") seine Tore wieder öffnen konnte.

Was an Bildern und alter Einrichtung vor den Bomben gerettet werden konnte, schmückte nun wieder die Wände und Gasträume des renommierten Künstler- und Dichterheimes. Verloren gegangenes Mobiliar wurde von einheimischen Künstlern und Handwerkern nach alten Mustern neu geschaffen, etwa die geschnitzten Stühle und Bänke, die Balkendecken oder die Butzenscheiben. Weitgehend in seiner ursprünglichen Gestalt blieb der als Künstlerstübele bekannt eGastraum mit Erker im zweiten Stock erhalten. Der Bilderschatz verblieb nach wie vor als vinkulierte Sammlung im Besitz von Robert Eisenmeyer.
Neues Leben und trinkfeste Kundschaft zog wieder in das alte Gemäuer ein.